Thomas Ahrens Dipl. Ing. Gartenbau

Interessante Kübelpflanzen

Kübelpflanzen sind nach der klassischen Definition Pflanzen, die in unseren Breiten nicht winterhart sind, und daher in Kübeln gezogen werden, damit man sie im Herbst in ein Überwinterungsquartier bringt. Dies macht natürlich etwas Arbeit; aber der Reiz dieser Pflanzen belohnt den Gärtner hierfür! Ich kultiviere in meiner Gärtnerei einige interessante Gattungen, die man als typische Kübelpflanzen bezeichnen kann. Hierunter fallen z. B. die afrikanischen Schmucklilien/Agapanthus oder der Neuseeländische Flachs/Phormium aber auch japanische Preciosen wie Farfugium japonicum ‚Argentea‘. Durch den Einsatz besonderer Gefäße läßt sich  der dekorative Wert enorm steigern. Darüber hinaus kann man Kübelpflanzen immer wieder neu platzieren und so immer wieder neue Situationen erzeugen. Ich habe in meinem Garten viele Kübelpflanzen positioniert; von Palmen, Palmfarnen über Phormium bis hin zu Calla, Agapanthus und Doryanthes. Natürlich muß erwähnt werden, daß man für den Winter ein geeignetes Quartier für die Überwinterung benötigt. In der Regel gilt der Grundsatz: hell, trocken und kühl!  Diese Notwendigkeit sollte beim Kauf einer Kübelpflanze immer mitschwingen.   


Zu den Sorten:

 


Agapanthus Hybride ‚Meibont‘

 

Eine schöne Schmucklilien-Züchtung des bekannten holländischen Gärtners Hans Kramer aus Ede. Dieser Agapanthus treibt im Frühling weiß-grün aus; die  Blätter vergrünen dann im Laufe der Vegetationsperiode; die Blüten erscheinen im Juli/August in einem dunklen Blau und halten über Wochen. Die Überwinterung ist einfach, da ‚Meibont‘ die Blätter im Winter verliert und so auch im Dunklen (aber kühl !!!) überwintert werden kann. Der Standort im Sommer sollte vollsonnig sein; gute Wasser- und Düngergaben sind Voraussetzung für eine zufriedenstellende Blüte. ‚Meibont‘ wird als winterhart bezeichnet; hierfür muß man die Pflanzen aber in den gewachsenen Boden auspflanzen und im Winter dick mit Laub und Tannenreisig abdecken. 

Preis: 14,50 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Status: lieferbar

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Aspidistra elatior 

(Herkunft: Japan)

 

Die panaschierte Schusterpalme ist eine sehr alte Kulturpflanze, die aus Japan stammt. In Europa hatte die Schusterpalme im viktorianischen Zeitalter ihre Hoch-Zeit, da diese Pflanzen mit sehr wenig Licht und Wasser auskommen,  und daher optimal die dunklen Räume dieser Ära schmücken konnten. Später fand man diese Pflanzen häufig in Kneipen oder Schlachterläden als nüchterne Dekorationen; her rührt auch der Name "Schuster- oder Metzgerpalme".  Aspidistra wächst mit einem  Rhizom und bildet ca. 60 – 70 cm lange, sehr harte Blätter aus, die bei der Variegata-Form von weißen Schlieren durchzogen sind; dies ist überaus dekorativ!!! Die Blüten sind unscheinbar und befinden sich auf der Bodenoberfläche; diese haben übrigens das überaus zweifelhafte Vergnügen, von Schnecken befruchtet zu werden. Die Pflanzen sind bis ca. – 5 ° C winterhart, sollten aber in unseren Breiten als Kübel- bzw. Zimmerpflanzen gehalten werden. Wie schon angedeutet, ist das Lichtbedürfnis sehr gering und Wassergaben können sehr reduziert erfolgen. Im Sommer kann man die Pflanzen an sehr schattigen Orten in Freie stellen; im Winter dann an dunklerem Ort frostfrei überwintern. Die Schusterpalmen sind wirklich sehr widerstandsfähige und robuste Pflanzen, die man eigentlich nicht umbringen kann. Die sehr harten Blätter werden übrigens gerne in der Floristik verwendet; bei der panaschierten Form wäre dies aber fast dekadent ! Es existieren sehr interessante Formen und Typen; gerade in Japan und Amerika werden diese Exemplare zu horrenden Summen gehandelt. Hier werden sie als Ironcast-plants bezeichnet, was man vielleicht mit Gußeisenpflanze übersetzen kann; dies spielt wohl auf die extreme Härte der Blätter an.

Preis: 19,50 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Status: lieferbar